MTBB News vom 20.06.2017 In Bayern bewegt sich etwas, der MTBB hält Sitzung mit Unterstützung des MTBD beim BLSV. Unsere Pressemitteilung.

 

 

 

Wieso Thaiboxen immer weiter wächst

Gut sechs Monate ist es her, dass sich das Internationale Olympische Komitee (IOC) in Lausanne dazu entschied, Muay Thai als olympische Sportart anzuerkennen. Während Muay Thai, welches auch Thaiboxen genannt wird, in Thailand buchstäblich der Nationalsport ist, kämpft es hierzulande als auch in weiten Teilen der westlichen Welt noch um seine Anerkennung. Mit der Entscheidung des IOC vom 6. Dezember, müssen der Bundesverband des Thaiboxens in Deutschland, der „MTBD“, sowie die Landesverbände nachziehen. Besonders der bayerische Verband „MTBB“ erwies sich hier stets als tragende Säule. Um einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Professionalität zu gehen, soll das Thaiboxen in Bayern, demnächst in den bayerischen Landessportverband (BLSV) integriert werden, so Roland Steinle (Präsident des bayerischen Muaythaiverbunds). Hierzu fand vergangenen Samstag eine Infoveranstaltung beim bayerischen Landessportverband statt, welche von den Vertretern des MTBB organisiert wurde. Geladen waren Besitzer von Boxstudios aus ganz Bayern, der BLSV selbst in Vertretung mit Harald Stempfer einschließlich Detlef Türnau, Präsident des „MTBD“. Auch Türnau erkannte die Leistung des bayerischen Thaiboxverbandes an: „In Bayern sieht man, dass richtig fleißig gearbeitet wird“. Das sei auch wichtig, schließlich kommen mit der Anerkennung durch das IOC auch Pflichten auf das Thaiboxen zu. Nach einer Aufnahmephase von drei Jahren wird das Thaiboxen Vollmitglied in der olympischen Familie und Teil des olympischen Sportprogramms sein.

Um jedoch Teil des BLSV werden zu können, müssen einige Kriterien erfüllt werden, wie Türnau erklärte. „Wir brauchen eine Mindestanzahl an Mitgliedern, dadurch ist es wichtig, dass jeder Club seine Meldepflicht erfüllt“, mahnte er. Ein weiterer wichtiger Schritt sei die Jugendarbeit. Besonders das Projekt „Muay Thai Against Drugs“, das 1999 erstmals von den Weltverbänden ins Leben gerufen wurde, sei ein wichtiges Sozialprojekt, auf das man zu Recht stolz sei. Auch im Studio des MTBB-Präsidenten Roland Steinle, findet dieses Konzept immer mehr Anklang. Sollte das bayerische Thaiboxen bald Teil des BLSV werden, werden neben Rechten, einige Pflichten auf den Verband zukommen, so der Vizepräsident der Abteilung Leistungssport. „Sie bewahren wenn Sie Teil des BLSV sind, als Verband durchaus Ihre Autonomie und können weitestgehend selbstständig handeln. Sie erhalten ein Antrags- und Stimmrecht, zugleich eine nationale sowie internationale Anerkennung.“ Hingegen müsse die Gemeinnützigkeit jedoch anerkannt sein und eine gewisse Zahl an Mitgliedern nachgewiesen werden können.